Was wäre, wenn…

Was wäre, wenn die größte Macht,
jene Ängste in dir haben,
welche scheinbar im Dunklen liegen?
Sicher verschlossen und eingesperrt.
Aus den Augen – aus dem Sinn.

Was wäre, wenn diese Schatten
dennoch bemerkt, gesehen
und gefühlt werden wollen?
Wenn sie deine Handlungen
und dein Erleben färben
und du dir nicht bewusst bist,
dass du durch ihren Schleier blickst?

Was wäre, wenn irgendwann
doch der Moment kommt,
indem du sie nicht mehr
verleugnen kannst?

Was wäre, wenn du dann ehrlich zu dir bist
und den Mut aufbringst
dich der Dunkelheit in dir zu stellen.
Ihr von Angesicht zu Angesicht
entgegen trittst – mit schlotternden Knien,
angsterfülltem Herzen
und Tränen, die wie warme Flüsse
über dein Gesicht strömen?

Was wäre, wenn die Intensität deiner Gefühle
beinahe unerträglich wird und du glaubst,
dass du sie nicht länger aushalten kannst?

Was wäre, wenn du dann
einfach schwach, hilflos, verzweifelt,
unsicher und wütend BIST?

Was wäre, wenn diese Gefühle
anstatt sich zu verstärken
mit der Zeit schwächer werden?
Und du ihrer
einfach gewahr bist,
dann wenn sie sich zeigen.

Was wäre, wenn du es schaffst
auf sie zu blicken –
ohne dem Gefühl der Angst?
Weil du erkannt hast,
dass ALLES ein Teil von dir ist?

Was wäre, wenn du dir gestattest
dich selbst vorbehaltlos zu lieben?

Was, wenn du bemerkst,
dass du auch die Schatten in dir
lieben kannst?

Und was wäre,
wenn du sie durch deine Liebe
in eine Quelle des Lichtes
verwandeln könntest?

Was wäre dann?

7 Kommentare zu „Was wäre, wenn…

    1. Ja, hab ich…. Ziemlich heftige Zeit… Aber es hat funktioniert. Es ist schwächer geworden. Wie ein Gewitter, das auch iwann vorbeizieht… Und ich kann zurückblicken und diesen (Schatten)Teil in mir lieben. Ob er wirklich ein Quell des Lichts wird – DAS weiß ich noch nicht. Aber wäre für mich eine logische Konsequenz… 🙂

  1. Habs gerade erst gelesen… :-/ Klingt ziemlich heftig… Hilfe dabei anzunehmen ist absolut nicht verwerflich… ^^ Aber ich kenn das gut, „selber“ damit zurecht kommen zu wollen. Ich lass mir in solchen Phasen nicht gerne etwas sagen. Bzw. hab ich das Gefühl nicht verstanden zu werden. Wie auch? Der Andere ist nun mal nicht Ich… Aber es kann helfen andere Perspektiven einzunehmen sobald ich selbst dazu bereit bin…

    Ich glaub auch, dass es nicht immer notwendig ist, zu verstehen WARUM bestimmte Gefühle/Persönlichkeiten in mir da sind. Das kann soviele Ursachen haben… Ursachen, die ich vielleicht gar nicht wissen kann. Ist es dann nicht erst recht kraftraubend und zum verzweifeln?

    Kannst du deinem Deserteur „in die Augen sehen“? Wenn ja – dann grüß ihn lieb von mir. 😉 Mal sehen, was passiert…

    Sei nicht so streng mit dir… und fühl dich fest umarmt!

    1. die herausforderung wird sein, mir dieser abläufe bewusst zu werden, wenn sie passieren. wenn ich das schaffe, kann ich auch mal dem deserteur von dir grüßen. 😉

      ich finde es schwierig, wenn mir jemand sagt, ich soll nicht so streng mit mir sein. auch das setzt bewusstheit vorraus. und wenn ich diese habe, weicht auch strenge in mir. aber ich kann es nicht tun, ich bin es.

      danke für die umarmung.

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