Was wäre, wenn…

Was wäre, wenn die größte Macht, die Ängste in dir haben, die (scheinbar) im Dunklen liegen? „Sicher“ verschlossen und ausgesperrt. Vielleicht, weil nicht der „richtige“ Moment ist und es auch keinen Nutzen hätte sich mit ihnen zu beschäftigen. Sie sind doch eigentlich nicht real – nur Hirngespinste! Und du willst doch positiv denken… Davon abgesehen, wäre das Ganze doch viel zu heftig. Warum sich das antun? Also – weg damit… Aus den Augen – aus dem Sinn…

Was wäre, wenn diese Schatten dennoch bemerkt, gesehen und gefühlt werden wollen? Wenn sie deine Handlungen und dein Erleben färben und du dir wie ein alter Mann der seine Brille sucht obwohl er sie bereits trägt, nicht bewusst bist, dass du durch ihren Schleier blickst?
Was wäre, wenn irgendwann doch der Moment kommt, indem du sie nicht mehr verleugnen kannst?
Was wäre, wenn du dann ehrlich zu dir bist und den Mut aufbringst dich der Dunkelheit in dir zu stellen – deinen „abers“ und „was wäre wenns“ von Angesicht zu Angesicht entgegen trittst – mit schlotternden Knien, angsterfülltem Herzen und Tränen, die wie warme Flüsse über dein Gesicht strömen?
Was wäre, wenn die Intensität deiner Gefühle beinahe unerträglich wird und du denkst, dass sie dich „sicher bald in den Wahnsinn treiben“ wenn du noch länger in ihnen verharrst? Was wäre, wenn du dann einfach schwach BIST, hilflos, verzweifelt, unsicher und wütend?

Was wäre dann?

Was, wenn diese Gefühle anstatt sich zu verstärken mit der Zeit schwächer werden? Was, wenn du dir ihrer dennoch gewahr bist, weil du ja nun WEISST, dass sie da sind. Was, wenn du es schaffst auf sie zu blicken – ohne dieses Gefühl der Angst? Weil du erkannt hast, dass das Alles ein Teil von DIR ist.
Was wäre, wenn du dir dann gestattest dich selbst vorbehaltlos zu lieben? Was, wenn du bemerkst, dass du auch diesen Schatten in dir lieben kannst.
Und was wäre, wenn du ihn durch deine Liebe in einen Quell des Lichtes verwandeln könntest. Was wäre dann?

7 Kommentare zu “Was wäre, wenn…

  1. sophie0816 sagt:

    hach ja, was wäre wenn. hast du es getan?

    • Keita sagt:

      Ja, hab ich…. Ziemlich heftige Zeit… Aber es hat funktioniert. Es ist schwächer geworden. Wie ein Gewitter, das auch iwann vorbeizieht… Und ich kann zurückblicken und diesen (Schatten)Teil in mir lieben. Ob er wirklich ein Quell des Lichts wird – DAS weiß ich noch nicht. Aber wäre für mich eine logische Konsequenz… 🙂

  2. Keita sagt:

    Habs gerade erst gelesen… :-/ Klingt ziemlich heftig… Hilfe dabei anzunehmen ist absolut nicht verwerflich… ^^ Aber ich kenn das gut, „selber“ damit zurecht kommen zu wollen. Ich lass mir in solchen Phasen nicht gerne etwas sagen. Bzw. hab ich das Gefühl nicht verstanden zu werden. Wie auch? Der Andere ist nun mal nicht Ich… Aber es kann helfen andere Perspektiven einzunehmen sobald ich selbst dazu bereit bin…

    Ich glaub auch, dass es nicht immer notwendig ist, zu verstehen WARUM bestimmte Gefühle/Persönlichkeiten in mir da sind. Das kann soviele Ursachen haben… Ursachen, die ich vielleicht gar nicht wissen kann. Ist es dann nicht erst recht kraftraubend und zum verzweifeln?

    Kannst du deinem Deserteur „in die Augen sehen“? Wenn ja – dann grüß ihn lieb von mir. 😉 Mal sehen, was passiert…

    Sei nicht so streng mit dir… und fühl dich fest umarmt!

    • sophie0816 sagt:

      die herausforderung wird sein, mir dieser abläufe bewusst zu werden, wenn sie passieren. wenn ich das schaffe, kann ich auch mal dem deserteur von dir grüßen. 😉

      ich finde es schwierig, wenn mir jemand sagt, ich soll nicht so streng mit mir sein. auch das setzt bewusstheit vorraus. und wenn ich diese habe, weicht auch strenge in mir. aber ich kann es nicht tun, ich bin es.

      danke für die umarmung.

  3. Hat dies auf LAPONA – Energetiks rebloggt und kommentierte:
    ebenfalls toller text und musste ich einfach rebloggen, danke das ich zu dieser seite geführt wurde, sie ist wundervoll und ein seelenbalsam

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