Bedingungslose Liebe?

Bedingungslose Liebe ist unsere Grundessenz. Wir – jeder von uns – als Seele IST bedingungslose Liebe. Ich glaube daran, dass wir hier auf die Erde gekommen sind, um uns als diese Liebe wieder zu erfahren und sie zu leben. Und da mir die Liebe schon immer das Wichtigste war und ist, hab ich es mir natürlich zur Aufgabe genommen, genau das zu lernen.

Wir tragen unglaublich viel Potential in uns. Und dennoch ist uns die Liebe zu anderen meist wichtiger als die, zu uns selbst. Wir wollen uns nahestehende Menschen, oder gar alle, bedingungslos lieben. Das funktioniert zu einem gewissen Grad. Mit manchen Menschen leichter, mit anderen weniger leicht. Je nachdem wie ähnlich uns der Andere ist, oder wie gut man sich ergänzt. Meistens jedoch, rücken dabei unsere eigenen Bedürfnisse in den Hintergrund. Man lässt sich „selbst außer Acht“.

Ich hab nun einige Zeit so gelebt. Es war dennoch eine schöne Zeit, ich habe viel gelernt und auch die Liebe war nicht weniger „echt“. Aber irgendwann fühlte ich mich seltsam verloren und ich habe angefangen, mich zu fragen: „Was bedeutet es eigentlich mich selbst bedingungslos zu lieben? Und wie kann ich mich selbst lieben und dabei gleichzeitig auch meine Mitmenschen?“

Der Weg zur Selbstliebe führt von der Selbstachtung – vom hin sehen & achtsam mit mir sein – zum Selbstwert. Was ist mir wichtig? Womit fühle ich mich wohl? Was brauche ich? Wie möchte ich leben und lieben? Was möchte ich erfahren? Bin ich es mir wert die Verantwortung für mich zu übernehmen und mir meine Bedürfnisse zu erfüllen? Darauf folgt die Selbstsicherheit. JA! Ich weiß was ich will! Jetzt kann ich dazu stehen und mich dafür einsetzen. Ich möchte ICH SELBST sein. Ich komme in mein Selbstvertrauen und vertraue auf meine Kraft und meinen Mut alles dafür erforderliche zu tun und auch nach außen zu kommunizieren.

Das alles nicht nur zu wissen, sondern es auch täglich zu leben macht für mich „bedingungslose“ Selbstliebe aus. Es ist nicht einfach ein Gefühl, das wir nur einmal fühlen brauchen und damit hat es sich erledigt. Sondern eine Lebensweise, die man leben KANN (nicht muss!) – und sich immer wieder dazu entscheidet. Wir lernen, uns selbst zu verstehen. Zu uns selbst zu stehen, zu wissen, was uns wichtig ist. Und das darf sich im Laufe des Lebens auch verändern! Die Liebe sucht immer nach Potenzial, Expansion, Ausdehnung, Wachstum…

Keine Beziehung in der wir uns verbiegen und anpassen um den anderen „bedingungslos“ zu lieben, kann uns wirklich glücklich machen. Das können wir nur selbst. Indem wir aufhören, uns zu begrenzen und unser eigenes „Da-Sein“ wieder GANZ anerkennen.

Wir sind hier, geboren in einem Körper, welcher Bedürfnisse hat. Er braucht Fürsorge, Nahrung, & Schutz.

Wir haben einen Geist, der denkt, plant, Vorstellungen hat, Ziele setzt, Bedürfnisse, Wünsche und Werte entwickelt.

Wir haben ein Herz. Das energetische Zentrum unserer Gefühle. Wir sehnen, hoffen, bangen, ängstigen uns, freuen uns, verlieben uns, fühlen uns verletzt, glücklich, heil, zufrieden…

Herz und Verstand sind sehr eng verknüpft mit unserer Vergangenheit. Daraus entstand unser „Ego“. Es will uns in Zukunft, vor Schmerz und Leid beschützen… Manchmal jedoch mit sehr fragwürdigen Mitteln.

Unsere Seele „weiß“. Sie ist zeitlos und kennt den „Weg“, der eigentlich gar kein Bestimmter ist. Sie ist einerseits offen für alles, und andererseits auch sehr klar und direkt, unendlich geduldig und voller Verständnis und Liebe zu allem was ist… Wir können lernen uns wieder als diese Essenz wahrzunehmen und ihre Stimme zu hören, sie zu verstehen und an sie (uns!) zu glauben…

Es gibt Menschen, die sich Großteils auf Ihren Verstand verlassen und Menschen, die lieber auf ihr Herz hören. Und es gibt Menschen die sich ausschließlich als Seele erleben wollen.

Für mich ist keiner dieser Wege für sich allein wirklich sinnvoll. Ich möchte sie vereinen. Der Seele die Führung überlassen, in mich selbst vertrauen, Herz und Verstand als Werkzeug nutzen und zu mir und meinen Bedürfnissen als Mensch stehen!

Was denkst du darüber? Was willst du? Was fühlst du? Wohin zieht es dich? Und… Hast du den Mut, dir selbst zu folgen?

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