Wunder Leben

Licht erstrahlt aus deinen Poren
Musik erklingt durch dein DA-Sein
Stilles Bewusstsein schaut durch deine Augen
und pures Leben atmet dich.

Durch deine Adern strömt die Freude
und Frieden füllt dein liebend Herz
Verbunden bist du mit der Quelle
EINS mit Allem, was Jetzt IST.

Sieh deine Größe
Sieh deine Farben
Du Engel auf Erden, der du bist

Erhebe dein Haupt
Breite aus deine Flügel
Geliebtes Kind Gottes
L(i)ebe dich!


Ke’ita

Schattenkinder

Du sagst du bist nicht gegen den Krieg
sondern FÜR den Frieden
und gehst so gut wie möglich
allem aus dem Weg,
was dir Angst macht
was dich ohnmächtig fühlen lässt
in dir Wut, Hass, Trauer
oder andere starke
negative Gefühle auslöst
denn Energie folgt bekanntlich
der Aufmerksamkeit.

Doch…
Frage dich –
hast du den Krieg
IN DIR schon beendet?
Bist du wirklich
im Frieden mit dir selbst?
Wie gehst du mit deiner Angst um
dann, wenn sie sich zeigt?
Schiebst du sie beiseite?
Unterdrückst du sie?
„Arbeitest“ du an dir
indem du sie genau
hinterfragst
um ihren Ursprung zu finden
sie an der Wurzel zu packen
nur damit sie (endlich)
verschwindet?
Ist das so?
Ist das Frieden für dich?

Deine Gedanken
deine Gefühle
deine „Probleme“ –
all das sind DEINE
Schöpfungen.
DEINE Kinder.

Sie sind in DIR entstanden
DU hast sie erschaffen
ob bewusst oder unbewusst
wann, wie, warum
oder ob du glaubst
dass sie gar nicht von dir stammen
all das spielt keine Rolle.
Was eine Rolle spielt ist,
dass du sie nicht haben willst.
Du kämpfst gegen sie
und versuchst sie loszuwerden.
Scheinbar funktioniert das
doch in Wirklichkeit
verschwinden sie nicht
sie kommen immer wieder
in anderer Gestalt
und du kämpfst weiter.

Hast du den Mut
deinen größten Ängsten
zu begegnen?
Der Angst vor Krieg
Zerstörung
Leid
Verlust
Tod?

Hast du den Mut
dich deinen dunkelsten Schatten
zu stellen?

Dem Krieg in dir
deinem Extremismus
deiner Sucht nach Leid
deiner Ablehnung
Selbstgerechtigkeit
Destruktivität
Verachtung
Brutalität
Verzweiflung
Feigheit
Unfähigkeit
deinem Neid
deiner Härte
deinem Urteil
dir selbst und anderen gegenüber
oder was auch immer
du nicht in dir (wahr)haben
willst oder kannst
weil du es schon seit Jahrzehnten
in deinen Tiefen gefangen hältst?

Es erfordert kein suchen
kein nachbohren
kein zurechtbiegen
oder verändern wollen
kein benennen
kein eintauchen
oder ausleben
aber deine Achtsamkeit
und den Mut
stehen zu bleiben
dein Schattenkind
anzusehen
es DA SEIN zu lassen
JA zu ihm zu sagen
und mit ihm Frieden zu schließen
in DEM MOMENT
indem es sich
– durch deine Schöpfung –
in dir zeigt.

Sie zeigen sich dir
um ins Licht
deines Bewusstseins
und von deiner Liebe
nach Hause
– in dein offenes Herz –
geführt zu werden.

Übe
sanft zu sein
und dein Herz zu öffnen
für all das in dir
was du nicht für
liebenswert hältst.

Liebe dich –
in Licht & Schatten
jenseits von Gut und Böse
jenseits von richtig oder falsch
Liebe dich –
bedingungslos.

Denn eine friedvolle
liebe- und lichtvolle Welt
beginnt IN DIR.

Gedanken / Gefühlsexperiment

Stell dir vor, dein „JETZT“
mit allem was gerade ist –
deine Lebenssituation,
deine Umstände,
alles was dich umgibt,
Menschen, die dir begegnen,
deine Gedanken und Gefühle –
ALL das in seiner Gesamtheit –
ist DEIN Kind.

Dein Kind ist vielleicht gerade nicht so,
wie du es gerne hättest.
Und es ist traurig deswegen.
Es empfindet sich als wertlos
oder nicht gut genug.

Was würdest du mit diesem –
DEINEM Kind machen?

Würdest du es ignorieren,
dich ablenken oder verdrängen,
dass es da ist?

Würdest du es beschimpfen
oder zum Teufel schicken?

Würdest du ihm Schuldgefühle machen
weil es ist, wie es gerade ist?

Würdest du es ablehnen, verurteilen oder
versuchen es zu verändern,
damit es „gut“ ist oder „besser“ wird?

Oder würdest du es in den Arm nehmen?
Annehmen. So, wie es gerade ist?
GANZ für dein Kind DA SEIN?
So gut du kannst?
So oft du kannst?
Würdest du es lieben?
In jedem Augenblick?

Was passiert, wenn man ein Kind annimmt und
ihm zeigt, dass es „gut“ und „richtig“ ist?
Wenn man JA zu ihm sagt? Egal wie es gerade ist?

Es schmiegt sich an dich…
Seine Traurigkeit zieht vorbei.
Am Ende – lächelt es vielleicht sogar.
Vor allem aber, fühlt es sich wahrhaft
und BEDINGUNGSLOS geliebt…

Was passiert nun,
wenn du selbst aufhörst zu kämpfen?
Nicht mehr verdrängst, ignorierst,
dich beschwerst, ablehnst, verurteilst,
oder das – was IST – verändern willst?

Was passiert, wenn du dich ganz öffnest
und dein JETZT (dein Kind! deine Schöpfung!)
annimmst und ihm damit zeigst –
dass es gut ist? Dass es okay ist?

Wie würdest du nun über deine Umstände –
über dein Leben –
über Andere –
oder dich selbst denken?
Was würdest du fühlen?
Und wie würdest du handeln?

Spür mal rein…

Dein Königreich

Ent-deckst du den Wert der Liebe in dir
ent-deckst du auch den Wert deiner Selbst.

„Sie“ ist „Du“
„Du“ bist „Sie“.

Die Liebe in dir strebt nach Potential,
Ausdehnung, Wachstum, Vollkommenheit, Einheit.

Du hörst auf, dich zu begrenzen – beginnst dich zu befreien.
Du hörst auf, an dir zu zweifeln – spürst Vertrauen in dich selbst.
Du legst deine Unsicherheit ab – findest deine Stärke
und erkennst deine wahre Größe.
Du weißt:
Ich BIN der Liebe wert
Ich BIN und meine Liebe IST voll-wertig wert-voll.

So nimm deinen Platz ein
und sei König – sei Königin
deines Körpers, deiner Gefühle, deines Verstandes,
deines Lebens und deiner Liebe.
Dies ist DEIN Königreich…
Erforsche es, ergründe es, erfülle seine Bedürfnisse,
Wünsche und Sehnsüchte, leite es so gut du kannst,
geh sorgsam mit seinen Ressourcen um,
achte darauf, womit du es nährst und was
du in deine Felder säst.
Denn du allein bist für dein Königreich verantwortlich…

Verschenke deine Liebe, teile sie – doch bleib dir dabei gewahr,
dass auch Könige und Königinnen nicht unverwundbar sind.
Manchmal werden Erwartungen nicht erfüllt.
Manchmal kommt es anders, als du dachtest.
Manchmal wirst du belogen und dein Vertrauen missbraucht.
Manchmal wird deine Liebe abgewiesen
in ihrem Wert nicht erkannt oder geringer geschätzt.
Manchmal verändert sich alles
und du weißt nicht wohin dein Weg dich führt.
Manchmal wirst du verletzt und
manchmal verletzt du andere.
Spüre den Schmerz, die Unsicherheit,
Verzweiflung, den Ärger, Hilflosigkeit, die Schuld
oder was immer „da“ sein mag.

Lass es sein.
Erzwinge nichts.
Er-innere dich.
Vertraue. Liebe. Heile.

Frage dich immer wieder:
Was würde der König – die Königin in mir jetzt tun?
Was würde ich tun, wenn ich keine Angst hätte?
Und mach den ersten Schritt. Jetzt.

Manchmal ist es wichtig…

Manchmal ist es wichtig…

… sich vollkommen im Chaos zu verlieren, um das Bedürfnis zu haben einen Weg zurück in seinen Ur-Kern zu finden.

… die Vor-stellung, wie etwas sein könnte, loszulassen,
Auch wenn man es sich noch so sehr gewünscht hätte.

… lieb gewonnene Menschen allein weitergehen zu lassen, wenn es nicht dem höchsten Wohle aller dient, sie auf ihrem Weg zu begleiten.

… sich über nichts im Klaren zu sein und im Dunkeln zu tappen, um Schritt für Schritt ins Licht zu gehen und zu erkennen was wirklich, wirklich wichtig ist.

… sein Leben auf den Kopf zu stellen, es vor einem auszubreiten, sich ehrlich zu fragen was man noch mit sich tragen möchte um danach alles neu zu ordnen.

… still zu werden und dem eigenen Herzen zu lauschen um endlich zu verstehen was es einem schon so lange mitteilen möchte.

… mutig zu sein, über seinen Schatten zu springen und „einfach“ etwas Neues zu beginnen. Ohne sich darüber Sorgen zu machen, was alles passieren könnte und ohne zu wissen, was auf einen zu kommt.

… sich für einen Weg zu entscheiden um ihn in vollkommener Klarheit, seiner ureigenen Kraft, mit offenen Herzen und einem neckischen blitzen in den Augen, zu beschreiten.

Manchmal ist es wichtig durchzuhalten und zu tun was nötig ist,
um zu guter Letzt gestärkt, ein Stückchen weiser,
dem eigenen Wesen näherkommend,
zu lernen es in all seinen Facetten anzunehmen
und die Liebe zu sich selbst wahrhaftig zu leben.

Für dich

Ich möchte deine Hand halten, wenn du traurig bist. Möchte dir Nähe schenken, wenn du dich alleine fühlst.

Ich möchte dir zuhören, wenn deine Gedanken sich überschlagen oder du dir Sorgen machst. Und mit dir schweigen, wenn du selbst nicht mehr weißt was du zu sagen hast.

Ich möchte deine Tränen trocknen, wenn du am Verzweifeln bist. Möchte dir zeigen, dass du nie weniger wert bist, auch wenn du dich an anderen misst.

Ich möchte dir Kraft und Mut geben, in schwierigen Zeiten. Dich aus deinen Kummer holen und dir Freude bereiten.

Möchte dir Liebe schenken, wenn Angst sich in dir ausbreitet. Dich zum Lachen bringen, damit dein Herz sich wieder weitet.

Ich möchte dir zeigen, dass du gut bist, so wie du bist. Möchte dich streicheln, wenn du Zärtlichkeit vermisst.

Ich möchte dich umarmen und dir Wärme geben, damit du dich geborgen fühlst. Dir Klarheit schenken, wenn du in Millionen von Gedanken wühlst.

Möchte dich halten, wenn du meinen Halt brauchst. Dir deine Zweifel nehmen, damit du dir selbst wieder vertraust.

Ich möchte dich führen, wenn du nicht mehr weißt wohin. Mit dir Schritt für Schritt weitergehen, denn jeder Tag ist ein neuer Beginn.

Ich möchte dir zeigen, wie schön die Welt wirklich ist. Dich daran erinnern, dass du nicht getrennt von mir bist.

Ich möchte dir helfen dich zu befreien, Schicht für Schicht. Und dich durch die Dunkelheit begleiten, hinein in dein Licht.

Das alles und noch viel mehr, möchte ich für dich tun… Und ich werde nicht eher ruhn – mein Herz, meine Seele –
bis DU es auch für DICH tust.

Ziele, Vorhaben und Bedürfnisse

Die letzte Zeit ist enorm. So viele Gedanken, die geordnet werden wollen, bedacht & erlebt werden. Ich weiß gar nicht mehr wie oft ich diesen Text schon überarbeitet habe. Nichts bleibt wie es ist. Alles verändert sich. Von einem Moment zum Nächsten.

Begonnen hat alles mit der urplötzlichen Angst vor einer Krankheit, die mein Leben komplett verändert und es mir im Endeffekt auch gekostet hätte. Ich war unzufrieden. Etwas stimmte nicht mit meinem Leben. Etwas war gänzlich „falsch“. Ein seltsames Gefühl… Als wäre ich eingesponnen in einen Kokon und nicht wirklich am Leben. Mir wurde klar, dass dieser Kokon zu einem großen Teil aus scheinbaren Sicherheiten und Ängsten besteht. Das Bedürfnis entstand, mein Leben grundsätzlich zu verändern, um wirklich „zufrieden sein“ zu können. Meine Freunde, mein Liebster, meine Arbeit, Hobbies, meine Eigentümer, Glaubensvorstellungen usw. Was ist wirklich wichtig? Und warum habe ich nicht den Mut aus meinem Kokon auszubrechen?

Ab diesen Zeitpunkt begann ich alles zu hinterfragen. Mein letzter Beitrag war das erste Ergebnis daraus… Doch es geht weiter… Und immer wieder kommen neue Aspekte hinzu…

Dieser Vorgang zehrt an meinen Kräften, und in manchen Situationen wurde ich richtiggehend aggressiv. Mein Kopf fühlte sich an, als würde er zerspringen. Manchmal drohten all die Gedanken und Gefühle über mich hinweg zu brechen. Doch keiner, nicht mal ich selbst, hätte es verstanden. Zu undurchsichtig, zu verstrickt, zu umfassend um es im Ganzen zu erfassen. Oft war ich betrübt und sämtliche Aktivitäten waren mir zu mühsam. Es fehlte mir an Aufmerksamkeit, an Antrieb und vor allem an der Liebe für das, was ich tat. Hat überhaupt irgendetwas wirklich Sinn?

Meine Träume, Körperlichkeiten und sogar ein besonderes Tier, die Spinne, begleiteten und führten mich in dieser Zeit. Denn auch wenn mich alles schnell ermüdete, so war es mir doch wichtig und möglich dahinter zu blicken. Hinzusehen, zu beobachten und meine Schlüsse zu ziehen. Ich bin stolz auf mich. Denn es „Tut“ sich was. Das ist das magische Wort dieser Zeit. Das TUN…

Ich habe das Bedürfnis meine Gedanken zu teilen. Sie verständlich zu machen um vielleicht auch verstanden zu werden. Doch ich weiß nun, dass eben diese Bedürfnisse und Vorhaben und vor allem mein Festhalten an ihnen, mich in diese Situation gebracht haben. Darum lasse ich dieses Vorhaben jetzt los. Ich schreibe für mich. Vielleicht veröffentliche ich es. Vielleicht nicht. Es spielt keine Rolle. Es ist gut, wie es ist… Immer mit der Ruhe… Immer mit der Ruhe…

Stille ist nicht die Abwesenheit von Klang. Sie ist die Abwesenheit von Zeit. Stille herrscht im Augenblick.

Ich nahm mir die Zeit. Setzte mich in den „wilden Garten“. Setzte mich und lauschte. Lauschte in die Natur und in mich hinein und bemerkte – nicht zum ersten Mal – dass das Ein und das Selbe war. Und ich begann mit mir zu sprechen:

„Du bist süchtig danach, Pläne zu schmieden. Deine Gedanken kreisen ständig von einem Ziel zum Nächsten… Wann bist du wirklich bei der Sache? Wenn du dem Tod gegenüberstehst – was bleibt dann über von deinen Plänen? Was bringen sie dir wirklich? Sieh hin, was passiert! Dein Geist ist so sehr damit beschäftigt über deine zukünftigen Handlungen nachzudenken. Deine Energie verliert sich in deinem Denken und dann wunderst du dich, dass dir die Motivation und die Kraft zur Umsetzung des Bedachten fehlt. Doch nur das, was in die Tat umgesetzt wird, ist echt und manifest in deinem Leben.

Aber wie kann ich das ändern? Wo fange ich an?

Veränderung darf nicht zu einem Ziel werden. Lass deine Ideale los – egal wie edel sie wirken… Das Ideal wie dein Leben aussehen soll, wie die Gesellschaft oder deine Beziehungen sein sollen, wie du selbst deiner (oder anderer) Meinung nach sein solltest. Du denkst, du tust dir mit diesen Idealen etwas Gutes. Sie sollen dir eine Richtung vorgeben in die du gehen willst, etwas wofür es sich zu leben lohnt. Ein sicheres Pflaster auf deinen Weg. Doch diese Ideale werden zu einem Räuber – deiner Zeit, deiner Energie und deiner Kraft, die du zum kreativen Sein benötigst. Du legst dich in Ketten, machst dich zum Opfer deiner Umstände, deiner Mitmenschen oder deiner Anforderungen an dich selbst. Sie zu erreichen wird zu einer Aufgabe die du, wenn nötig gewaltsam, manchmal unter Tränen, voller Angst oder Zweifel erkämpfen willst. Wut, Angst, Zorn, Unzufriedenheit entstehen und entstellen dich. Deine Sicht ist begrenzt und betrübt. Ideale sind trügerisch. Kannst du dir jemals sicher sein, sie zu erreichen? Würdest du es erkennen, wenn du sie erreicht hast? Und könntest du dir sicher sein, dass du das Erreichte nicht wieder verlierst? Wieviel Energie müsstest du aufwenden um sie fest zu halten? Es ist menschlich nach Sicherheit zu streben. Es wird dir anerzogen dich vor anderen, der „bösen, unberechenbaren Welt“ und vor Verlusten zu schützen. Verurteile dich nicht dafür…

Du hast die Möglichkeit erkannt, dein Leben bewusst zu „verbesseren“. Zu lernen deine Gedanken zu steuern. Doch welche Absicht steht dahinter? Wieder die Sicherheit? Die Sicherheit ein schönes Leben zu führen und glücklich zu sein? Doch was passiert wenn du damit aufhörst? Wenn du das innere Unkraut nicht mehr jätest? Den Boden nicht mehr düngst? Diese Pflanzen wachsen – weil du es so willst – aber sobald du aufhörst deinen Teil dafür zu tun, vergehen sie. So wird wieder eine Notwendigkeit, ein Bedürfnis, ein Zwang erschaffen… Erkenne den wilden Garten in dir. Liebe ihn, so wie er ist. Mit all seinen Unkräutern. Wer bestimmt was Un-Kraut ist, und was nicht? Niemand außer du selbst… Und auch Unkraut kann wunderschön blühen und heilsame Kräfte in sich tragen. Säe deine Träume & Visionen wie Samen. Aber zwinge sie nicht zu wachsen. Erwarte nichts und lass ihnen Zeit! Die Beschaffenheit des Bodens bestimmt, was wächst und gedeiht. Allein deine innige und reine Liebe zum wilden Garten ist ihr Nährstoff… Er erfordert kein ständiges Mühen und „im Zaum halten“. Entferne lediglich Altes und Abgestorbenes, damit Neues wachsen kann.

Doch warum überhaupt dieser Hang zur Sicherheit? Warum der Drang alles festzuhalten und nichts verlieren zu wollen. Ist es so unvorstellbar EINFACH zu Sein? Das Leben als das zu erkennen, was es ist? Unbegrenzt, unsicher, wild… Leg deinen Ballast ab, tue es ohne Schuldgefühle, ohne Absicht. Öffne dein Herz und liebe was du siehst, sieh, was du liebst, sieh was du hasst, oder wovor du Angst hast. Bewerte es nicht. Verurteile dich nicht. Sie einfach hin. Es ist eine Möglichkeit das Leben zu erfahren. Nicht mehr – nicht weniger.


Was sind Ziele überhaupt?

Ein Ziel, eine Vision, eine Idee, ein Wunsch – einen Zustand, eine Lebensart, ein Projekt, ein Ideal von dir Selbst, dass du erreichen möchtest. Etwas, nach dem du strebst. Etwas, dass dir wichtig ist. Das dich glücklich und zufrieden macht.

Sobald du ein Ziel hast, existiert einerseits der Ist-Zustand und andererseits – das Ziel. Dazwischen liegt die Zeit, die du bis zum Erreichen des Ziels benötigst. Und in der Zeit liegt die Dualität mit all ihrem Für und Wider.

Leid und Angst entsteht in dem Glauben, dass du, so wie du jetzt bist oder wie etwas ist – nicht richtig oder gut (genug) bist. Du glaubst, etwas verändern oder verbessern zu müssen. Alle Eigenschaftswörter in ihrer Steigerung deuten darauf hin. Wenn du etwas „werden“ oder „haben“ willst und jedes „wenn-dann-sonst“. (Dieses Spiel zieht sich durch alle Bereiche deines Lebens. Auch deine Beziehungen. Denk nur an Momente, in denen du von deinem Partner etwas bekommen möchtest. Verständnis, Mitgefühl usw.)

Hier wird nun auch die Erwartung an ein (bestimmtes) Ergebnis geboren. Es gibt Momente in denen diese Erwartung erfüllt wird und du einen Schritt weiter kommst. Dann ist das Leben schön und die Freude groß. Doch wie lange? Wie lange freust du dich daran? Denn früher oder später kommen Momente, in denen etwas passiert mit dem du nicht gerechnet hast, etwas das nicht in dein „Bild“ passt. Und hier wird es dir „unangenehm“. Denn dieses Hindernis muss überwunden oder verstanden werden. Du beginnst zu kämpfen und dich in deinem Kokon zu winden, denn du fühlst dich übergangen, unterdrückt, weißt nicht wie es weitergehen soll, verlierst dich in endlosen Gedanken über die Lösung deines „Problems“… Findest du keinen Ausweg, verlierst du den Antrieb – bist geschwächt und wirst vielleicht krank. Oder dir fehlt schlicht und einfach die Energie um irgendetwas an der Situation zu ändern. Und diese Untätigkeit verschafft dir wiederum Schuldgefühle, weil du einfach nicht deinen A**** hochbekommst. Weil du wieder nicht „so bist“ wie du doch eigentlich sein solltest. Du bist schon „zu lange“ traurig und frustriert. Du kämpfst mit dir Selbst und versuchst verzweifelt deinen Freiraum wieder zu bekommen.

So schafft dein Ziel Freude und Leid. Denn in dieser Zeit zwischen dem was ist und dem was sein soll, wird gnadenlos aussortiert und bewertet. Gut – schlecht, hilfreich – nicht hilfreich. Diese Bewertung beeinflusst wiederum deine Gefühle, dein Denken und sie verändert deine Wahrnehmung von dir, der Welt und den „Botschaften“ die du vom Leben erhältst.

Was ist nun der richtige Weg mit diesem „Drama“ umzugehen? Sind Ziele wirklich notwendig? Braucht der Mensch ein Ziel um sich zu entwickeln? Um „anzukommen“? Um etwas zu erreichen? Ist es schlecht Ziele zu haben? Oder Ideale? Kann ich das Ziel haben, kein Ziel zu haben?

Wenn du dir verinnerlichst und wahrhaft verstehst, was vorhin gesagt wurde – weißt du die Antworten auf diese Fragen.


Wie entsteht ein Ziel?

Jede Idee, jeder Impuls, der nicht zu einer Handlung im Augenblick führt, sondern auf einen späteren Zeitpunkt vertagt wird, wird zu einem Ziel bzw. einen Vorhaben. Du hast gelernt, deine Impulse zu kontrollieren, sie zu hinterfragen, in Ziele „umzuwandeln“… Denn JETZT ist nicht der richtige Zeitpunkt, oder JETZT hast du die Fähigkeiten dazu nicht. Aber wenn du es wirklich willst, kannst du es „irgendwann“ erreichen. Dann hältst du an dem Ziel fest und machst deinen Selbstwert und dein seelische Befinden mehr oder weniger, vom Erreichen dieses Ziels abhängig. Hier beginnt dein Leiden.

Denn setzt du es nicht um – bewegst du dich aus welchen Gründen auch immer – nicht auf dieses Ziel zu und die Idee dahinter verhärtet sich und wird dadurch immer schwieriger auszuführen – wirst du wütend, traurig, zweifelst an dir, wirst mutlos oder verlierst deinen Antrieb… So vergiftest du deinen kreativen Fluss. Irgendwann ist kein Platz mehr für neue Impulse oder du unterdrückst sie, weil du „schon genug anderes zu tun hast“. Denn wenn der Geist überladen ist, wenn du ihn mit deinen Vorhaben begrenzt, ist es nur schwer möglich, neue Impulse wahrzunehmen oder zu empfangen. Der Zeitraum zwischen dem was ist und dem was sein sollte, schafft auf die Dauer in dir einen Konflikt, der dir die Kraft nimmt, deinen Impulsen JETZT zu folgen.

Wie kann ich dem entgegenwirken? Wie erkenne ich meine Ziele?

Jede Bewertung ist ein Hinweis darauf, dass eine Erwartung oder eine Vorstellung erfüllt werden soll. Das eine Handlung dem Erreichen eines Zieles dienlich oder nicht dienlich ist.

Wenn du merkst, dass du auf der Stelle trittst und scheinbar nicht „vorankommst“ – lass deine Ideen los, befreie sie aus deinem Vorhaben. Damit neue Impulse entstehen können. Und dann handle! Oder lass es sein… Handlung IST oder sie IST nicht. Entweder du handelst JETZT, oder du handelst nicht.

Folge deinen Impulsen, wenn du ihnen zu folgen bereit bist. Wenn du etwas verändern willst – ist es notwendig auch etwas zu tun! Und bist du nicht bereit dazu, oder fühlst dich dazu verpflichtet etwas anderes zu tun, dann hadere nicht mit dir. Verurteile dich nicht. Es ist belanglos! Gestatte deinen Impulsen die Freiheit zu sein und zu vergehen.

Richte stattdessen deine Aufmerksamkeit voll und ganz auf dein Tun im Augenblick. So steht dir dein gesamtes Energiepotential zu Verfügung.

Aber wie kann das funktionieren? Wie kann ich leben ohne ein Ziel? Ist das nicht auch gefährlich?

Du denkst, wenn du keine Ziele hast, bist du Tatenlos, unkoordiniert, verantwortungslos und landest irgendwann auf der Straße (wo wir wieder beim Sicherheitsdenken wären…)
Aber hast du es denn schon einmal versucht? Bewusst gesehen und erlebt, was passiert wenn du es tust? Ja, es ist mutig seine Ziele loszulassen und sich dem Leben voll und ganz hinzugeben. Doch es ist weit entfernt von Tatenlosigkeit oder Unüberlegtheit. Das Leben schickt dir ständig Impulse. Auch Impulse über Dinge die du tun „musst“. Wie den Haushalt zu erledigen, einkaufen und arbeiten zu gehen… Es sind sogar so viele Impulse, dass du dich damit überfordert fühlen kannst. Aber es ist nicht nötig, jedem Impuls zu folgen. Lass diejenigen los, die du im Moment nicht ausführen kannst/willst. Mach sie nicht zu einem Vorhaben. Tu was du tust. Und handle mit jeder Faser deines Seins.

Es ist die Wahl, welchen Impuls du im Augenblick folgen möchtest, die deine Erlebnisse bestimmt. Dann erschaffst du mit jedem Schritt und jedem Atemzug deinen Weg im Hier und Jetzt. So bist du immer Selbstbestimmt. So verwirklichst du dich immer – in jedem Moment – selbst. Selbstverwirklichung ist eine Lebensweise, die nur in der Gegenwart stattfinden kann.

Du hinderst dich selbst daran zufrieden zu sein, weil du denkst, dass Zufriedenheit gleichzusetzen ist mit Stillstand. Denn wenn du zufrieden bist, warum solltest du dann etwas ändern? Warum dann überhaupt noch etwas tun?

Es stimmt – wenn du zufrieden bist, MUSST du nichts mehr verändern. Deine Taten geschehen nicht aus dem Motiv der Veränderung heraus. Sie geschehen aus deinem inneren „Ist-Zustand“. Und so führen sie automatisch die Veränderungen herbei, die deinem Innersten entsprechen. Denn das Leben ist von Grund auf „eine Veränderung“ und ein Ausdruck deines Seins. Es existiert nichts, dass nicht irgendwann seine Form ändert.

Mit dem im Einklang zu sein „was ist“ – Die Liebe zum Leben in all seinen Aspekten, zu deinen Mitmenschen, der Natur, den Tieren – zu dir Selbst. Allein DAS schafft Taten, die aus der Fülle des Lebens stammen und Fülle hervorbringen. In dem Moment, in dem du das, was du tust nicht aus Liebe und mit offenen Herzen tust, scheint dir dein Tun sinnlos. Negative Gefühle verschließen meist dein Herz. Doch denke nicht, es wäre besser keine negativen Gefühle zu empfinden.  Versuche nicht sie zu vermeiden. Jedes Gefühl ist wichtig. Ein „verhindern wollen“ negativer Gefühle würde wieder ein neues Ideal erstellen. Sei dir bewusst: Es gibt keinen bestimmten Umgang mit Gefühlen, Gedanken, Taten. Jede Methode die du dir zurecht legst, erschafft ein Ideal. Denn eine Methode hat den Sinn und Zweck ein Ergebnis hervorzubringen.

Verstehe, dass es nicht darum geht, etwas Bestimmtes zu tun oder zu werden. Sondern jeden Moment neu zu wählen was du TUST, und wer du BIST! Und es voll und ganz zu TUN und zu SEIN! Hier liegt unmittelbare Lebenskraft und unzähmbare Freude.“