Reife

Wir haben lange geschlafen
– tausende von Jahren –
still und leise
in der Erde
verborgen
fühlten uns sicher
in unserer Hülle
von der wir irgendwann glaubten
dass wir sie sind.

„Ich bin Same.“

Und nun…
regt sich etwas.

Du spürst es in dir.
Ein „in Frage stellen“
deiner Realität.
Ein Ruf aus den Tiefen
deines Selbst.
Und er wird lauter –
bis du ihn (er)hörst.

Folge ihm.
Die Zeit ist reif
und wenn du das hier liest –
bist DU es auch.

Du brichst aus,
aus der Hülle des Samens
aus alten Strukturen
die dir einst gedient haben
um zu reifen.
Du brichst aus,
aus dem Glauben
dass du bist, was du denkst.

„ES“ dringt nach oben
„ES“ wächst in dir
„ES“ offenbart sich dir denn
„ES“ war schon immer da
„ES“ hat durch dich erfahren
was es bedeutet
SAME zu sein –
Selbst-Vergessen zu sein.

Ja, es kann schmerzen
wenn du spürst, dass es Zeit ist
etwas Vertrautes hinter dir zu lassen.
Wenn die Kraft des Samens freigesetzt wird
fallen Vorstellungen ab.
Angst und Unsicherheit
kommen zum Vorschein.
Was geschieht mit mir?
Was soll ich tun?
Der Verstand kann es nicht begreifen.
Doch ES „weiß“.

Du selbst erlöst dich vom Leiden
indem du aufhörst
Widerstand zu leisten.
Jeder Widerstand verlängert
den Prozess und gehört dennoch
zu deinem (er)Leben.
Denn alles, was du brauchst
um zu erwach(s)en – wird dir gegeben.

Lass es geschehen…
Lass das Wunder geschehen!

Lass die Schale des Samens aufbrechen.
Es gibt kein Zurück.
Es geschieht.
Unaufhaltsam.
Denn „ES“ ist deine Bestimmung.

Das, was du glaubst zu sein
wird sterben
um das zu leben, was du bist.

Deine Reise führt dich
mitten durch deine Schatten
mitten durch deine Unterwelt
Du strebst dem Licht entgegen
und du wirst dich entfalten
um deine ureigene
Pracht und Schönheit
der Welt darzubieten
dich hinzugeben
dich zu verschenken
zu strahlen
zu leuchten
im Glanz der Sonne
bei Tag
und im Funkeln der Sterne
bei Nacht.

Du siehst um dich
und erblickst
zeitlose Schönheit –
erkennst DICH
in ALLEM.

In den Pflanzen
um dich herum
welche in ihrer sanften Stärke
hingebungsvoll
mit dem Wind tanzen.
Genauso wie in den
noch schlummernden Samen
in welchen du das Potential
des Lebens erkennst.

Es gibt keine Eile
in der Zeitlosigkeit
des einen Augenblicks.
Sie reifen und
folgen ihrem
Ur-eigenen Ruf
der immer stärker wird
umso mehr von uns ihm folgen.
Wir sind EINS.
ES IST SO.

Du erhebst dein Haupt
blickst in das Licht
und wächst –
voller Freude
Liebe
und Dankbarkeit
für das Leben
dass du selbst BIST –
immer weiter und weiter
auf dem gemeinsamen Feld
der unendlichen Möglichkeiten.
Auf dem gemeinsamen Feld
erwachten Bewusstseins.


Verbunden im Kreis des Lebens
Ke’ita

Ich BIN

Ich BIN
Du
in all deinen Gesichtern.
Hier, um dich zu begleiten
dich zu führen
mit dir zu gehen
und mit dir zu fallen.

Ich BIN
die Verbindung
zwischen Oben und Unten
Innen und Außen
zwischen deiner Menschlichkeit
und deiner Göttlichkeit
Ich bin ALLES –
bin die Natur des Seins
geschaffen aus dem Nichts.

DU & ICH
sind niemals getrennt
auch wenn du mich
vergessen hast.
Ich lebe in dir und
erfahre mich durch dich.
JETZT in diesem
Augenblick
ATME ich DICH.

Sobald du dich erinnerst
an mich – an dich – an uns
beginnt unsere Reise
zurück zu dir.
Zurück zur Quelle.

Wir sind Helden
du und ich.
Wir werden sterben
um zu leben.
Jeden Tag.
In alle Ewigkeit.

Ich BIN
ein Wesen der Liebe

Angst, Hass, Zorn, Glück
Vertrauen, Sinnlosigkeit
Freude, Harmonie, Trauer
Zweifel, Verurteilung…
Gemeinsam bergen wir alle Kinder
die wir einst verstoßen haben
in der Illusion der Trennung.

Du wirst erwachsen
wenn du bereit bist
den Kampf aufzugeben
dich hinzugeben
und zu öffnen
für die Liebe
die ich BIN.

Ich bin da.
Ich warte nicht.
Ich bin einfach da.

Ke‘ita

Mein Weg zurück zu mir

Ich möchte euch etwas über meinen Weg erzählen.
Worum es für mich wirklich geht
und über die Dynamik dahinter
soweit ich sie momentan
erkennen und in Worte fassen kann.

Ich schreibe bewusst in der ICH-Form
denn es gibt so viele Wege
wie es Menschen gibt und kein Weg
ist besser oder schlechter als der Andere.

Vielleicht findet ihr Parallelen oder Hinweise
um eure eigene Dynamik klarer zu erkennen,
denn im sich Selbst-Bewusst-Sein
liegt große Kraft, Macht und Verantwortung 😉

Was bedeutet es „bei mir“ zu sein?

Ich möchte mit einem Auszug aus dem Buch
„Stille spricht“ von Eckhart Tolle beginnen:

„Wenn Du den Kontakt mit deiner inneren Stille verlierst,
so verlierst Du den Kontakt mit dir selbst.
Wenn Du den Kontakt mit dir selbst verlierst,
verlierst du dich selbst in der Welt.

Dein innerstes Verständnis von dir selbst,
was du bist, ist untrennbar von Stille.
Dies ist das „Ich bin“, das tiefer ist als Name und Form…

… Wenn du einen Baum anschaust
und seine Stille wahrnimmst, wirst du selbst still.
Du verbindest dich mit ihm auf einer sehr tiefen Ebene.
Du fühlst diese Einheit mit was immer du
in und durch Stille wahrnimmst.
Diese Einheit deines Selbst mit allen Dingen zu spüren,
ist wahre Liebe.“

In meinem Leben bin ich ständig auf der Suche
nach Intensität.
Ich bin ein richtiger Intensitätsjunkie!
Intensität = Tiefe.
Ich empfinde also eine sehr starke Sehnsucht danach,
die Tiefe meines Seins im Leben zu erfahren.

In diese Tiefe finde ich durch Liebe.
Die Liebe zu dem was ich tue,
die Liebe zur Natur,
zu Tieren,
anderen Menschen,
mir selbst…

Je nach Situation, gegenwärtigen Zustand und Thematik
erfahre ich diese Liebe über den Ausdruck der
Freude (Hingabe, Offenheit, Lebenslust usw.)
oder den des Leids (Widerstand, Angst, Drama usw.)

Der für mich am bekanntesten
und damit gewohnte Weg ist der, über das Leid.

Durch den Vergleich mit einem Flussbett
wurde mir klar, dass der leidvolle Weg
bereits eine stärkere Spur hinterlassen hat
als der freudvolle und ich die Tiefe der Freude
noch als ungewohnt und dadurch „weniger“ empfinde.

Ich habe zb. Angst davor,
mich ganz auf jemanden einzulassen,
mich dadurch selbst zu verlieren,
verletzt zu werden oder den Anderen zu verletzen.

Denn umso tiefer mich jemand berührt,
umso mehr Licht wird in mein Sein geworfen.
Ob Liebe dann leid- oder freudvoll erfahren wird
hängt davon ab, womit, wie stark und auf welcher Ebene
ich mit der anderen Person resoniere.

So werden nicht nur schöne, lichtvolle Anteile
sondern ebenso meine unbewussten Schattenanteile sichtbar.
Nichts bleibt ungesehen oder kann verdrängt werden.
Ich verliere die „Kontrolle“.
Das ist meist nicht sehr angenehm,
aber nur durch die Interaktion mit anderen
können diese Anteile in den lichten Raum
meines Bewusstsein dringen.
Alles darf sein, hat seine Berechtigung
und seine Aufgabe.

Je nach Tiefe und Intensität des Leidens komme ich
entweder an den Punkt
an dem ich keine andere Wahl,
oder keine Kraft mehr habe
um meinen inneren Widerstand
gegen das was IST aufrecht zu erhalten.
Oder es reicht das bewusste
Erkennen meines Leids.

Ich gebe auf und sehe einfach nur wertfrei hin.
Ich betrachte meine Lebenssituation
andere Menschen und ihre Handlungen,
meine eigenen Gedanken, Gefühle, Reaktionen,
Wünsche, Sehnsüchte, Muster,
die Geschichte, die ich mir darüber erzähle,
das, was ich für „wahr“ halte usw.

Das Leid wird zum Geschenk,
welches mir dabei hilft all das,
was meiner Erfahrung von freudvoller
und befreiter Liebe im Weg steht
zu erkennen und durch meine
bewusste Aufmerksamkeit
und Annahme zu heilen.

Ein Gefühl des Friedens und der Stille breitet sich aus
denn ich öffne mich für den gegenwärtigen Moment
und fühle mich all-ein als Ganzes.
Ich bin verbunden mit dem Leben
und der Tiefe meines Selbst – meiner wahren Liebe –
Aus welcher ich nun auch klar, direkt, stark und liebevoll
handeln und agieren kann…

…bis ich aus welchen Gründen auch immer,
mein Bewusstsein wieder verliere
und das Spiel des Leidens von neuem beginnt.

Aber mit jedem Mal verliert das Leid
an Macht, Kraft, Dauer und Wahrhaftigkeit,
da ich weiß, dass es nur ein Ausdruck
meines momentanen Bewusst-Seins-Zustandes ist.
Ich weiß was ich zu „tun“ habe, was ich wirklich will und
dass alles was ich brauche IN mir liegt.

Die Erfahrung des All-Ein-Seins wird verinnerlicht
und die Intensität und somit mein „Weg“ der Freude vertieft.

In Beziehungen in denen beide bewusst
den Weg zu sich selbst beschreiten
kann die freudvolle Tiefe des Seins
gemeinsam ergründet
und das gegenwärtige „Haben“
die Fülle, die bereits ent-deckt wurde
miteinander geteilt werden.

Im Vertrauen auf das Bewusstsein
und die Kraft des Anderen,
uns Selbst und den gemeinsamen Halt
der dadurch entsteht kann
jeder noch vorhandene Schattenanteil in uns
durch den Spiegel des Anderen
erkannt und geheilt werden.

So dringen wir immer tiefer ein
in unser ureigenes Sein,
– in die wahre Liebe –
Um immer bewusster und befreiter
unser Leben
gemeinsam und allein
zu erfahren.

Reise in andere Welten

„Wie oben so unten“

Der Baum des Lebens. Ein großer, starker Stamm, Wurzeln bis tief in die Erde – Äste hoch in den Himmel reichend. Dieses Bild inspiriert mich immer wieder… Denn für mich zeigt sich hier auch die Wesens-Art des Menschen.

Die Wurzeln, spiegeln unsere Gefühle, Gedanken, unsere Handlungen und unsere Identifikationen – was oder wer wir zu sein glauben. Eine, bei jedem Menschen einzigartige, Welt. Die Äste nach oben in den Himmel spiegeln die spirituellen Welten. Intuition, Führung, Empathie, Hellwissen, Hellsehen, Hellfühlen, Seelenwissen, Kommunikation bzw. Verbindung mit Engeln, Meistern, Naturwesen, Ahnen, geistigen Führern und so weiter.

Oft verlieren wir uns in der „unteren“ Welt. Fallen immer tiefer hinein – so tief, dass wir vergessen, dass wir eigentlich viel „mehr“ sind. Wir verlieren den Überblick – sehen den „Wald vor lauter Bäumen“ nicht und sind uns nicht mehr bewusst, dass das was jetzt gedacht, gefühlt und wahr-genommen wird, nur eine von vielen möglichen Möglichkeiten (Verästelungen) ist, um eine Situation zu betrachten.

Ein anderes Mal verlieren wir uns in der „oberen“ Welt und damit den Bezug zum physischen Mensch-Sein. Wir wollen zb. daran glauben nur Licht und Liebe zu sein. Aber das ist nur ein Teil der „Wahrheit“ – nicht die Ganze. Denn wir sind hier auf dieser Erde – durch unsere Wurzeln sehr manifest und wir „menscheln“ ganz fürchterlich.

Ich denke es ist gut, sich dieser Welten bewusst zu sein und gegebenenfalls eine Balance herzustellen. Jeder auf seine Art und Weise. Immer wieder aufs Neue. Denn finden wir zurück in unsere Mitte – in den Stamm – sind wir weder in der einen, noch in der andren Welt. Wir „sind“ einfach. Und dadurch treten wir aus den Spielchen die wir spielen heraus und können wenn nötig eine andere Wahl treffen. Oder wir bereisen gezielt die Obere und die Untere Welt, um Hilfe und Antworten auf unsere Fragen zu finden.

Keine dieser Welten in uns kann für sich allein bestehen. Es ist wie in allem, die Verbindung die uns Kraft spendet und harmonisierend wirkt um unsere Reise mit offenen Augen und offenem Herzen, erfahren und auch genießen zu können.

Auf deiner Reise

Du – wer bist du – für mich?
Mein Herz, schlägt durch dich.

Du – sag mir – wo bin ich?
Es ist so dunkel hier,
doch fühl‘ ich mich geborgen!

Du – sieh doch – nur die Zeit
sie scheint still zu stehn.
Wo werd‘ ich nun hingeh’n?

Schließ deine Augen –
gib dich mir hin.

Aus weiter Ferne,
nähern sich Lichter
hell wie Sterne.

Zärtlich, sanft wie ein Zauber
umschmeicheln sie mich
führen mich – fort von hier
durch den Traum.

Wir sind für dich – da für dich
schon immer begleitend,
auf deiner Reise,
wartend – auf dich …

Befrei dich von den Zweifeln
höre die Klänge
und fühl dich getragen,
von uns…

Lass einfach los…

Du – wer bist du – für mich?
Mein Herz, schlägt durch dich.

Erkenn den Traum den du lebst!

Du – ich weiß – du bist mehr,
mehr als ein Teil von mir…

Ich kann dich sehen –
siehst du mich auch?