Manchmal ist es wichtig…

Manchmal ist es wichtig…

… sich vollkommen im Chaos zu verlieren, um das Bedürfnis zu haben einen Weg zurück in seinen Ur-Kern zu finden.

… die Vor-stellung, wie etwas sein könnte, loszulassen,
Auch wenn man es sich noch so sehr gewünscht hätte.

… lieb gewonnene Menschen allein weitergehen zu lassen, wenn es nicht dem höchsten Wohle aller dient, sie auf ihrem Weg zu begleiten.

… sich über nichts im Klaren zu sein und im Dunkeln zu tappen, um Schritt für Schritt ins Licht zu gehen und zu erkennen was wirklich, wirklich wichtig ist.

… sein Leben auf den Kopf zu stellen, es vor einem auszubreiten, sich ehrlich zu fragen was man noch mit sich tragen möchte um danach alles neu zu ordnen.

… still zu werden und dem eigenen Herzen zu lauschen um endlich zu verstehen was es einem schon so lange mitteilen möchte.

… mutig zu sein, über seinen Schatten zu springen und „einfach“ etwas Neues zu beginnen. Ohne sich darüber Sorgen zu machen, was alles passieren könnte und ohne zu wissen, was auf einen zu kommt.

… sich für einen Weg zu entscheiden um ihn in vollkommener Klarheit, seiner ureigenen Kraft, mit offenen Herzen und einem neckischen blitzen in den Augen, zu beschreiten.

Manchmal ist es wichtig durchzuhalten und zu tun was nötig ist,
um zu guter Letzt gestärkt, ein Stückchen weiser,
dem eigenen Wesen näherkommend,
zu lernen es in all seinen Facetten anzunehmen
und die Liebe zu sich selbst wahrhaftig zu leben.

Was wäre, wenn…

Was wäre, wenn die größte Macht, die Ängste in dir haben, die (scheinbar) im Dunklen liegen? „Sicher“ verschlossen und ausgesperrt. Vielleicht, weil nicht der „richtige“ Moment ist und es auch keinen Nutzen hätte sich mit ihnen zu beschäftigen. Sie sind doch eigentlich nicht real – nur Hirngespinste! Und du willst doch positiv denken… Davon abgesehen, wäre das Ganze doch viel zu heftig. Warum sich das antun? Also – weg damit… Aus den Augen – aus dem Sinn…

Was wäre, wenn diese Schatten dennoch bemerkt, gesehen und gefühlt werden wollen? Wenn sie deine Handlungen und dein Erleben färben und du dir wie ein alter Mann der seine Brille sucht obwohl er sie bereits trägt, nicht bewusst bist, dass du durch ihren Schleier blickst?
Was wäre, wenn irgendwann doch der Moment kommt, indem du sie nicht mehr verleugnen kannst?
Was wäre, wenn du dann ehrlich zu dir bist und den Mut aufbringst dich der Dunkelheit in dir zu stellen – deinen „abers“ und „was wäre wenns“ von Angesicht zu Angesicht entgegen trittst – mit schlotternden Knien, angsterfülltem Herzen und Tränen, die wie warme Flüsse über dein Gesicht strömen?
Was wäre, wenn die Intensität deiner Gefühle beinahe unerträglich wird und du denkst, dass sie dich „sicher bald in den Wahnsinn treiben“ wenn du noch länger in ihnen verharrst? Was wäre, wenn du dann einfach schwach BIST, hilflos, verzweifelt, unsicher und wütend?

Was wäre dann?

Was, wenn diese Gefühle anstatt sich zu verstärken mit der Zeit schwächer werden? Was, wenn du dir ihrer dennoch gewahr bist, weil du ja nun WEISST, dass sie da sind. Was, wenn du es schaffst auf sie zu blicken – ohne dieses Gefühl der Angst? Weil du erkannt hast, dass das Alles ein Teil von DIR ist.
Was wäre, wenn du dir dann gestattest dich selbst vorbehaltlos zu lieben? Was, wenn du bemerkst, dass du auch diesen Schatten in dir lieben kannst.
Und was wäre, wenn du ihn durch deine Liebe in einen Quell des Lichtes verwandeln könntest. Was wäre dann?