AufWachTraum

Das Gefühl der Trennung
von etwas, das dir unendlich
weit entfernt oder sogar
unerreichbar erscheint
ist deine schmerzvollste Wunde
und dein tiefstes Trauma.

Immer wieder haderst und
zweifelst du an dir und dem Leben.
Fühlst dich verloren,
alleingelassen und
wirst beherrscht und gesteuert
von Gefühlen der Angst, Wut und
Trauer die dich aus deiner Vergangenheit
bis in deine Gegenwart zu verfolgen scheinen.

In deiner Verzweiflung strebst du,
bewusst oder unbewusst,
nach allem und jedem, dass dich
deinen Schmerz vergessen und dich
für kurze Zeit „besser“ fühlen lässt.

Du spürst einen Mangel an Leben,
Frieden, Stille, Freude, Liebe
und versuchst diesen Mangel
mit allen Mitteln zu stillen.
Doch es klappt nicht.
Deine Sehnsucht wird nie
wirklich gestillt.
Denn dieser „Mangel“
ist nicht die Wahrheit.

Etwas Echtes, kann nie von
etwas Unechtem erfüllt werden.

Irgendwann kannst du erkennen,
dass der Glaube, es ginge dir um die
Dinge, Situationen oder Menschen,
die dich glücklich machen (sollen),
ein Irrglaube ist.
Und tief in dir weißt du auch,
dass dieser Albtraum nicht die
Wahrheit sein kann!

Doch egal wo du in deiner Reise
durch die Hölle deines Albtraum(a)s
gerade stehst –
alles ist genauso richtig, wie es ist.
Es ist Teil deines Spiels,
denn es ist Teil deiner Erfahrung.
Du verlierst dich
um dich wieder zu finden…

Deine Suche – deine Sucht
ist nicht umsonst.
Ganz im Gegenteil!
Was in Wahrheit geschieht ist,
dass all die Gefühle nach denen
du dich sehnst, dich an dich selbst
– an deine Essenz –
erinnern.

Daran, dass du
Stille, Frieden, Freude, Lebendigkeit
und Liebe BIST.

Es ist dein natürlicher
SEINS-Zustand.

Dieser Zustand ist immer
– unabhängig und bedingungslos –
DA und kann niemals
verloren gehen.

Immer, wenn du gegen dich
und das Leben kämpfst,
Widerstand leistest,
dich ihm entgegensetzt
oder es/dich und deinen
momentanen Zustand
verändern willst,
überdeckst du,
leugnest du,
oder hast du
deine Essenz
vergessen.

Du verlierst dich immer wieder
und wieder in der Zeit.
Machst dir Gedanken über die Zukunft
oder die Vergangenheit.

Doch Leben existiert nicht
in der vom Verstand
konstruierten Zeit.
Leben IST immer JETZT
und so werden dich
die Gefühle von Ohnmacht,
Angst, Wut und Trauer
immer wieder und wieder,
zuverlässig,
an deine Abtrennung vom Leben
– von dir Selbst – erinnern.
Bis all deine Strategien
dir nicht mehr helfen
und du bereit bist, aufzugeben.
Dich diesem Moment,
so wie er JETZT gerade ist
hinzugeben.

Deine Aufgabe
– das Sterben all deiner Lügen
über dich selbst –
öffnet und weitet
einen Raum in dir
in den du dich immer
wieder und wieder
fallen lassen kannst.

Die Essenz deines Wesens
hält und erlöst all deine Ängste.

Erfüllt von Frieden
und heilsamer Stille
fühlst du tiefe Liebe,
die alles umfasst und eine
lebendige Freude,
die sich spielend
erfahren möchte.

All diese Dinge,
Menschen und Situationen
nach denen du dich immer
so sehr gesehnt hast,
können dir nie etwas hinzufügen.
Denn du trägst bereits
ALL DAS in dir –
mehr noch…
Du BIST ES!
In diesem Augenblick
der ewig ist.

Du spürst – mit allen Sinnen –
die stille, friedlich- liebe- und freudevolle,
lebendige Essenz in Allem und Jedem.
Du lebst und verkörperst sie!

Indem du diesen Gefühlen
immer mehr und mehr Raum gibst,
dich von ihnen führen lässt
und sie dadurch immer
tiefer in deine Erfahrung integrierst
entfaltet sich dein LebensTraum
auf ungeahnte Art und Weise.

JA –
das Leben, das du selbst bist
gibt dir Raum um zu träumen
und es schenkt dir die Möglichkeit,
einen Traum zu träumen,
den du dir nie erträumen
oder wünschen könntest
aber nachdem du dich
Zeit deines schlafenden Lebens
immer schon zutiefst gesehnt
und ihn manchmal vielleicht auch
erahnen konntest.

Du „weißt“ nun tief in dir,
dass dir nichts geschehen kann
wenn du stirbst.

Denn du träumst – wach –
den Traum eines unsterblichen
Träumers.

Im Auge des Sturms

Der Sturm tobt,
alles dreht sich und bewegt sich.
Kein Stein bleibt auf dem Anderen.
Unberechenbar, undurchschaubar.
Meine Gedanken überschlagen sich,
erschlagen mich.
Mein Herz, das sehnt und hofft
und weiß doch nicht WIE,
WIE das alles sein kann…
Warum nur, kann es nicht einfach sein?
Einfach sein.

Und jedes „Warum nur?“,
jedes „Ja, aber“,
jedes „Hoffentlich!“,
oder „Ich will nicht!“,
jede Sehnsucht,
jede Angst,
jeder Schmerz
jeder Zweifel an mir,
an dir,
am Leben –
ist ein Kampf.
Gegen mich selbst,
gegen dich,
gegen das Leben.

Hab keine Kraft mehr anzukämpfen,
gegen das, was mich verletzt,
gegen das, was ich nicht will.
Ich schaff das nicht allein!
Fühl mich getrennt von allem –
warum hilft mir denn niemand?
Völlig erschöpft, völlig verzweifelt
bleib ich liegen.
Einfach liegen.

Und jedes „Warum nur?“,
jedes „Ja, aber“,
jedes „hoffentlich“,
oder „ich will nicht“,
jede Sehnsucht,
jede Angst,
jeder Schmerz
jeder Zweifel an mir,
an dir,
am Leben –
ist ein Schrei nach Liebe.
Ein Schrei nach einem „JA!“,
dass ich mir selbst nicht geben kann.
Oder doch?

Es hilft alles nichts,
ich geb‘ auf.
Leg meine Waffen nieder.
Alle Masken fallen ab,
jedes Schutzschild, jede Schranke
und die Mauer stürzt ein.
Ich sage „JA doch! Friss mich!
Wildes Tier des Augenblicks!“
Und was passiert?
Rein gar nichts…
Was passiert –
ist Stille.
Im Auge des Sturms.

Ich nehm‘ mein Gefühl an,
meine Sehnsucht
und mein Suchen.
Meine Fragen,
meine Hoffnung,
meine Angst und
meinen Schmerz.
Ich nehm‘ an, was nun „so ist“,
hol‘ meine Kinder endlich Heim.
Den bösen, schwarzen Wolf,
den gibt es einfach nicht!

Es GIBT nichts zu verlieren.
Aber ALLES zu gewinnen.
Hier, in der Stille.
Hier, im Auge des Sturms.

Auf der Suche…

Auf der Suche nach Liebe, bewege ich mich auf dünnem Eis.
Doch ich kann es nicht sehn.
Unwissend und selbstgefällig stapfe ich „meinen“ Weg entlang
und wundere mich dann,
wenn ich einbreche
und da nichts ist, was mich hält.
Ich falle.
Immer tiefer… und tiefer…
Verstehe es nicht.
Und dann…
wach‘ ich auf – wie aus einem Traum.
Um weiter zu stampfen.

Auf der Suche nach Liebe, denke ich,
ich bewege mich
hin zu einem Ziel.
Doch in Wahrheit
entferne ich mich mit jedem Schritt.
Tauch in meine Schatten ein,
denn irgendwo muss doch auch Licht sein…
Oh Gott, ich fühle mich so klein
und unbedeutend hier.
So tauche ich bis an den Grund
um an ihm entlang zu schlendern…
Mich Selbst-vergessend…
„Was wollte ich hier?“
Und dann…
wach‘ ich auf – wie aus einem Traum.

Auf der Suche nach Liebe, dreh ich mich im Kreis.
Seh in so viele Spiegel
und erkenne mich trotzdem nicht.
Mir wird schon schwindelig,
doch ich bleibe nicht stehen –
Hör nicht auf mich zu drehn,
weil ich glaube, dass das doch vollkommen normal ist.
Vollkommen real ist.
Bis ich zusammenbreche
und unter mir nichts ist, was mich hält.
Scheinbar allein auf dieser Welt –
wach‘ ich auf – wie aus einem Traum.
Um mich weiter zu drehn.

Um mich sind Menschen,
doch sie bemerken mich kaum.
Ich geh auf sie zu.
Will ihre Nähe spüren.
Doch in dem Moment in dem sie mich berühren –
Lauf ich davon.
So schnell wie ich kann…
Versuch ich zu fliehn,
mich dem zu entziehn.
Doch nein –
ich bin wie erstarrt…
Tret‘ auf der Stelle,
bis „Er“ wie eine Welle
in mich eindringt.
„Er“ ist in mir. Und doch wieder – nicht.
Denn  „ich“  bin nun „er“ und er ist nun „ich“.
Und wo ist das Licht?
Es spiegelt sich
in unserer beiden tiefen Seen.
Ich kann es noch immer nicht ganz verstehen.
Und dann…
wach‘ ich auf – wie aus einem Traum.

Auf der Suche nach Liebe,
taucht in mir eine Frage auf.
Wie ein Luftbläschen im Wasser
bahnt es sich den Weg herauf
durch meinen Geist,
durch mein Gefühl.
Um an der Oberfläche angekommen
zu zerplatzen
und eins zu sein – mit dem Ganzen.

Ich seh mich tanzen…
Mit mir selbst.
Arm in Arm schwebend
ja fast schon erregend –
sinn-lich

frag‘ ich mich:
WILL ich wirklich?
Will ICH wirklich weiter suchen?
Will ich WIRKLICH weiter suchen?
Will ich wirklich WEITER suchen?
Will ich wirklich weiter SUCHEN?

Und dann…
Wach‘ ich auf.